Je sozialer die Firma, desto gesünder die Mitarbeitenden

Beschäftigte, die ihrem Unternehmen eine hohe Sozialverantwortung bescheinigen, sind leistungsbereiter, zufriedener und gesünder. So die zentrale Aussage einer aktuellen Befragung im Rahmen des Fehlzeiten-Reports 2022, den das Wissenschaftliche Institut der AOK veröffentlichte. Knapp 5 Krankheitstage pro Jahr und Mitarbeiter weniger, auch bei der Leistungsbereitschaft zeigen sich Unterschiede. Weiterer positiver Effekt: wenn Angestellte ihrer Firma eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung bescheinigen, haben diese eine höhere Unternehmensverbundenheit und Arbeitszufriedenheit. In den heutigen Zeiten des Fachkräftemangels ein klarer Wettbewerbsvorteil!

Unter verantwortungsbewusster Unternehmensführung wird verstanden, dass sich die Betriebe intensiv um die Gesundheitsförderung kümmern und das Wohlergehen der Mitarbeiter nicht als deren Privatsache betrachten. Moderne Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Gesundheit ihrer Beschäftigten im Blick und investieren nachhaltig in gesundheitsorientierte Führung sowie Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Und die Mitarbeitenden wissen dies zu schätzen: Bei den Beschäftigten, die ihrem Unternehmen eine besonders hohe Unternehmensverantwortung bescheinigen, geht dies bei 96,7% mit hoher Leistungsbereitschaft, bei 95,6% mit hoher Verbundenheit und bei 96,5% mit hoher Arbeitszufriedenheit einher. Anders sieht es aus in der Beschäftigtengruppe, die in ihrem Betrieb eine niedrige Verantwortung wahrnehmen: nur 76,4% verspüren eine hohe Leistungsbereitschaft, 60,6% eine hohe Unternehmensverbundenheit und  69,6% eine hohe Arbeitszufriedenheit.

Schlüsselfigur Führungskraft

Soziale Unternehmensverantwortung beginnt bei den eigenen Mitarbeitenden, dabei haben die Führungskräfte eine Schlüsselrolle. Die Beschäftigtengruppe, die ihrem Unternehmen die höchsten Werte für gesellschaftliches Engagement und fairen Umgang zumisst, bescheinigt auch ihrer Führungskraft mehr positiven Umgang, Stresssensibilität und Gesundheitsorientierung als in der Vergleichsgruppe.

Unternehmen, die ihre soziale Verantwortung nach innen und nach außen leben, haben nicht nur in punkto Arbeitsbedingungen, sondern auch ökonomisch die besseren Karten – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Hinterlassen Sie gerne ein Kommentar.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Beiträge

Warum will mich keiner?

Warum will mich keiner?

Wer sich immer wieder Absagen einfängt, verliert den Mut. Ein Bewerbungscoaching kann da helfen. Souverän, fachlich versiert, überzeugend – diesen Eindruck möchte man vermitteln, wenn man sich für einen Job bewirbt. Aber nicht immer funktioniert das wie gewünscht....

mehr lesen
Selbstoptimierung: Wie kann ich noch besser werden?

Selbstoptimierung: Wie kann ich noch besser werden?

SELBSTOPTIMIERUNG: Da geht doch noch was! Der berufliche Alltag stellt Menschen aller Hierarchiestufen immer wieder vor Entscheidungen. Die Aufgabenfülle verdichtet sich immer mehr, natürlich ohne sich Abstriche an der Qualität erlauben zu dürfen. Karriere zu machen,...

mehr lesen
Innere Inventur: Klarheit & Fokus durch mentales Aufräumen

Innere Inventur: Klarheit & Fokus durch mentales Aufräumen

Mentales Aufräumen und ein wertschätzender Rückblick: Mit Klarheit und Fokus ins Neue Jahr! Ich mag die Zeit zwischen den Jahren, die Tage nach Weihnachten und vor Neujahr. Es sind sogar meine Lieblingstage des ganzen Jahres. Die vor-weihnachtliche Hektik ist vorbei,...

mehr lesen