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NEUES JAHR – NEUES ICH? 
Warum nachhaltige Veränderung mehr braucht als gute Vorsätze.

Der Januar fühlt sich jedes Jahr besonders an. Ein neuer Kalender. Leere Seiten. Ein Moment, der nach Aufbruch riecht. Viele Menschen spüren in dieser Zeit einen starken inneren Impuls: Dieses Jahr mache ich es anders. Dieses Jahr werde ich …

Und doch zeigt sich schon nach wenigen Wochen Ernüchterung. Studien zeigen, dass ein Großteil der guten Vorsätze bereits nach wenigen Wochen wieder aufgegeben wird. Nicht, weil es an Motivation mangelt, sondern weil Veränderung selten an fehlender Disziplin scheitert. Sie scheitert an Überforderung.

Warum gute Vorsätze unser Gehirn überfordern
Unser Gehirn ist kein Fan von Komplexität. Es liebt Klarheit und Einfachheit.
Zu viele Ziele, zu hohe Erwartungen und ein ausgeprägtes „Alles-oder-nichts“-Denken aktivieren vor allem eines: Stress. Neuropsychologisch betrachtet schaltet das Nervensystem dann eher in den Modus „Schutz“ als in den Modus „Veränderung“

Veränderung ist kein Schalter, den wir umlegen. Sie ist ein Prozess. Und Prozesse brauchen eine Orientierung.

Was wäre, wenn Veränderung einfacher sein dürfte?

Was wäre, wenn Sie Ihr Leben erfüllter, klarer oder entspannter gestalten könnten –
nicht mit einer langen Liste an Vorsätzen, sondern mit nur einem einzigen Wort?

Ein Wort, das Sie begleitet.
Ein Wort, das Orientierung gibt.
Ein Wort, das Komplexität reduziert.

Die gute Nachricht: Genau das ist möglich.

Die Kraft eines Wortes – neuropsychologisch betrachtet

Ein einzelnes Wort kann zu einem inneren Kompass werden. Es bündelt Aufmerksamkeit, gibt Richtung und reduziert kognitive Überlastung. Genau das braucht unser Gehirn für nachhaltige Veränderung.

Aus neuropsychologischer Sicht ist Fokus ein zentraler Hebel:
Was wir klar benennen, wird im Gehirn priorisiert. Aufmerksamkeit folgt Bedeutung. Ein bewusst gewähltes Wort wirkt wie ein Filter – es lenkt Wahrnehmung, Entscheidungen und Verhalten im Alltag, oft ganz leise, aber wirkungsvoll.

So finden Sie Ihr persönliches Wort:

1️⃣  Raus aus dem Alltag
Schaffen Sie bewusst Raum. Ohne Ablenkung, ohne To-do-Liste. Wenn das Nervensystem zur Ruhe kommt, wird Denken klarer. Kreativität und Selbstreflexion entstehen nicht unter Daueranspannung, sondern in Pausen.

2️⃣  Stellen Sie sich ehrliche Fragen
Was brauche ich wirklich – nicht theoretisch, sondern ganz konkret?
Was fehlt mir?
Und was hat mich bisher daran gehindert, es mir zu erlauben?

3️⃣  Lassen Sie es wirken
Geben Sie diesen Fragen Zeit. Die Antwort erscheint selten als ausgefeiltes Konzept. Oft zeigt sich ein einzelnes Wort: klar, schlicht, stimmig. Ein Wort, das innerlich Resonanz erzeugt.

4️⃣  Teilen Sie es
Indem Sie Ihr Wort aussprechen, erhöhen Sie die Verbindlichkeit. Soziale Einbindung verstärkt Veränderungsprozesse – das ist gut belegt. Veränderung gelingt nachhaltiger, wenn sie nicht im Stillen bleibt.

Meine wichtigsten Learnings aus dieser Praxis:

❗️Simpel schlägt kompliziert.
Ein einziges Wort wirkt nachhaltiger als viele Vorsätze. Weniger kognitive Belastung, mehr Umsetzung.

❗️ Fokus verändert Perspektiven.
Was wir benennen, rückt in den Vordergrund – neurologisch wie emotional. Es lenkt Aufmerksamkeit auf das, was wirklich zählt.

❗️Handeln statt planen.
Ein Wort wirkt wie ein leiser innerer Impuls im Alltag: Ihr Wort motiviert Sie, aktiv zu werden. Es erinnert, ohne Druck auszuüben. Und genau das macht es so wirksam.

Mein Wort für dieses Jahr 2026
Mein persönliches Wort für dieses Jahr lautet „Pause“. Es erinnert mich daran, regelmäßig eine Pause einzulegen und meinem Körper und Geist bewusst Erholung zu gönnen. Nicht erst, wenn die Batterien leer sind, sondern bewusst und präventiv.

👉 Und nun zu Ihnen: Welches Wort könnte Ihr Jahr 2026 positiv beeinflussen?

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Hinterlassen Sie gerne ein Kommentar.

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