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SELBSTOPTIMIERUNG: Da geht doch noch was!

Der berufliche Alltag stellt Menschen aller Hierarchiestufen immer wieder vor Entscheidungen. Die Aufgabenfülle verdichtet sich immer mehr, natürlich ohne sich Abstriche an der Qualität erlauben zu dürfen. Karriere zu machen, aber nicht auf Kosten des Privatlebens oder der Familie.

Die Botschaft von außen ist stets gleich: da geht noch was. Organisiere deine Zeit, optimiere und verbessere Dich – dann kriegst du alles hin! Vor lauter Selbstoptimierung verliert man sich selbst, will es allen und jedem recht machen. Gut zu sein reicht nicht mehr, Ziel ist besser zu sein, als man selbst noch vor kurzem war.

Dies gilt insbesondere für Frauen, die hohe Erwartungen an sich selbst haben, sich im Beruf immer noch besonders beweisen müssen und deutlich mehr von Mental Load betroffen sind als Männer.

Wie kann ich noch besser werden?

Diese Frage stellen wir uns doch alle immer mal wieder und das ist auch ok so. Aber wann wird Selbstoptimierung, Verbesserung und Weiterentwicklung grenzenlos und damit zu einem Problem? Wie schafft man es, gut für sich zu sorgen und erfolgreich all die Anforderungen zu bewältigen? Wie gelingt die Balance zwischen sich widersprechenden Zielen und den eigenen Bedürfnissen?

Antworten, Tipps und Lösungen wie man nicht mehr in die „Selbstverheizungsfalle auf Zeit“ tappt, gab die Psychologin Dr. Ulrike Bossmann in ihrer Key-Note beim Neujahrsempfang „WeibBlick mit WeitBlick“ der Karlsruher Frauenorganisationen.

Full-House im Karlsruher Tollhaus und ich mittendrin 😀, mit spannenden Gesprächen zur Persönlichkeitsentwicklung, Zeitmanagement und wie man resilienter wird.

Hier ein paar Impulse zum Thema „Selbstoptimierung“:

  • Selbstoptimierung wird grenzenlos…
    – wenn wir etwas erreichen auf Kosten von etwas anderem (Gesundheit, keine Zeit mehr für Freunde treffen, Hobbies pflegen, etc.)
    – wenn wir nicht aufhören, obwohl es nicht gut für einen ist
  • Das zentrale Problem, das wir mit Selbstoptimierung lösen wollen, heißt: Zu viel zu tun in zu wenig Zeit! In einen 24h-Tag packen wir To-dos für einen Tag mit 36h
  • Beachte! Die Anforderungen, die wir an uns stellen, sind potenziell unendlich. Es hört nie auf. Aber die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind endlich, der Tank ist irgendwann leer und muss wieder aufgefüllt werden (Pausen, Mini-Urlaube, Energiequellen aktivieren)
  • Drei zentrale Key-Messages, die ich teilen möchte:
    1. Wozu sage ich JA, wenn ich zu etwas nein sage?
    2. Die großen Steine müssen zuerst ins Glas: Was mir am wichtigsten ist, muss zuerst erledigt werden!
    3. Schreibe zwei To-Do-Listen:
        Das gönn ich mir
      ❌ Das lass ich sein


FAZIT
: Mit einem ausgeklügelten Zeit- und Selbstmanagement wird man vielleicht effizienter und effektiver, aber dies geht häufig daher mit einem Verlust an Lebensqualität und Vitalität. 

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Hinterlassen Sie gerne ein Kommentar.

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